Hassverbrechen gegen homosexuelle Menschen: Grüne berufen den Landessicherheitsrat ein

Severin Mayr im Landtag

Bedrohungslage, Gegenmaßnahmen und damit Schutz der Community als Schwerpunkte – es kann nicht sein, dass in unserem Land Menschen wegen ihrer sexuellen Orientierung um Leib und Leben fürchten müssen

Verprügelt, gefoltert und erniedrigt durch Schwulenhasser. Eine Serie an organisierten Gewaltverbrechen an Homosexuellen, sogenannte Hate Crimes, hat jüngst eine Schockwelle ausgelöst. In der freien, liberalen Gesellschaft und natürlich bei allen queeren Menschen auch in Oberösterreich, die jetzt noch mehr beunruhigt und verängstigt sind. „Das ist indiskutabel. Daher haben wir Grüne den Landessicherheit einberufen, um eingehend Bedrohungslage und Gegenmaßnahmen zu erörtern. Es kann und darf nicht sein, dass in unserem Land Menschen wegen ihrer sexuellen Orientierung um Leib und Leben fürchten müssen. Dagegen haben wir mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln und auf allen Ebenen vorzugehen“, begründet der Grüne Klubobmann LAbg. Severin Mayr seine Initiative und erwartet sich von dieser Sitzung ein klares Zeichen der Ge- und Entschlossenheit.

Viele offen lebende homosexuelle Menschen erfahren stetig Anfeindungen und Diskriminierung. Diese abscheulichen Taten, die Methodik und Systematik heben diese Feindseligkeit auf eine neue, brutale Ebene. „Darauf haben wir zu reagieren. Im Landessicherheitsrat müssen wir uns erstens der aktuellen Gefährdungslage widmen. Immerhin hat es Zuge der Ermittlungen auch Hausdurchsuchungen in Oberösterreich gegeben. Zweitens haben wir die Konsequenzen daraus zu ziehen und ein entsprechendes Instrumentarium auf den Weg zu bringen. Um sowohl homosexuellen Menschen Sicherheit zu geben als auch grundsätzlich die Akzeptanz gleichgeschlechtlicher Beziehung zu heben“, meint Mayr.

Mayr appelliert: „Ein großer Dank gilt der Exekutive, die gegen diese Gräueltaten in voller Stärke vorgegangen ist. Homosexuelle Menschen, die gesamte Community und ihre Vertretungen erwarten sich endlich auch von der verantwortlichen Politik entsprechenden Rückhalt und Unterstützung, und das nicht nur erst seit diesen Verbrechen. Denn um den gesellschaftlichen Zusammenhalt und Sicherheit zu stärken, braucht es auch ein politisches Klima, in dem Hass keinen Nährboden findet“.