Blaues Verhandlungsungeschick

Ein FPÖ-Landesrat in Oberösterreich öffnete im Jahr 2017 die Steuergeld-Schatulle und inserierte in rechten Zeitschriften. Gut 5.000 Euro hat er bislang nach weit Rechts überwiesen, das hat eine Anfrage von mir im Landtag ergeben. Zwei viertelseitige Inserate landeten der Anfragebeantwortung zufolge im Wochenblick. Kostenpunkt: 1.827 Euro pro Inserat.

Dass Landesrat Podgorschek Steuergeld in die Hand nimmt, um damit ein mehrfach vom Presserat verurteiltes Blatt zu finanzieren, ist das eine. Bemerkenswert ist aber auch, dass der blaue Landesrat bzw. sein Umfeld dabei augenscheinlich wenig Verhandlungsgeschick an den Tag gelegt haben. Kathrin Quatember, die im Auftrag der KUPF eine Studie mit dem Titel „Paralleldimension: ‚Alternativmedien‘ in OÖ“ erstellt hat, hat nämlich herausgefunden, was die regulären Anzeigenpreise im Wochenblick sind.

1.000 Euro brutto (800 Euro netto) will der Wochenblick demnach für eine einmalige Einschaltung, deutliche Preisreduktionen gibt es für Mehrfachbuchungen. Fast doppelt so viel wie den „regulären Anzeigenpreis“ hat das Land bezahlt!

„Unser Geld für unsere Leut‘!“ hat die FPÖ einmal auf ein Plakat geschrieben. Keine Ahnung, warum mir das gerade jetzt einfällt.

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