Kulturentwicklungsplan: Bitte warten…

Im Jahr 2000 hat der Gemeinderat einstimmig den Kulturentwicklungsplan (KEP), der Leitlinien, Prioritäten und Rahmenbedingungen für die Kulturpolitik der Stadt Linz festlegt, beschlossen. Um einen kritischen Blick auf die bis dato erfolgte Umsetzung der im KEP definierten Ziele zu erhalten haben wir im Oktober 2007 einen Antrag auf Evaluierung des KEP gestellt (vgl. Presseunterlage, PDF). Aufbauend auf diese Ergebnisse sollte eine Überarbeitung vorgenommen werden. Unserem Antrag zufolge hätten sowohl die Evaluierung als auch die Neufassung in einem möglichst breiten Prozess gemeinsam mit interessierten KünstlerInnen, Kulturschaffenden, ExpertInnen, BürgerInnen und PolitikerInnen stattfinden sollen.

Der Antrag wurde im Oktober 2007 dem Kulturausschuss zugewiesen. Seither sind 16 Monate und 6 Sitzungen des Kulturausschusses vergangen, viel mehr als ein Konzept, das für die Evaluierung Kosten von mehr als 600.000 Euro (!) vorgesehen hätte, hat dabei noch nicht herausgeschaut (vgl. OÖN vom 11.4.2008). In der kommenden Gemeinderatssitzung stellen wir daher den Antrag, dass der Kulturreferent Dr. Watzl bis Mai einen Zwischenbericht über die bisher erfolgten Umsetzungsschritte der Evaluierung und Neufassung vorlegen soll. Vielleicht bringt das wieder Schwung in die Sache…

6 Gedanken zu „Kulturentwicklungsplan: Bitte warten…“

  1. Das mit dem Antrag finde ich gut, bin schon gespannt, was da rauskommt. Allerdings glaube ich, dass neben parteipolitischen Befindlichkeiten zwischen SPÖ und ÖVP schon auch Linz09 eine Rolle spielt. Da ist so offensichtlich, dass das in Bezug auf die Freie Szene nichts mit den ansich recht guten Leitlinien im KEP zu tun hat (und dass es so ist ist Schuld der politisch Verantwortlichen, die haben sich ja den Intendanten ausgesucht), dass sie da sicher lieber bis nach der GR-Wahl mit der Evalierung warten. Das haben sie ja jetzt auch geschafft :-(

  2. Ich persönlich habe ja den Eindruck, dass sowohl die SPÖ auch als die ÖVP im Kulturhauptstadt- und Wahljahr einfach keine kulturpolitische Diskussionen führen wollen…

  3. Pingback: severin mayr

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