Ist Linz eine Nazi-Stadt?

Im Rahmen von Linz09 wird die nationalsozialistische Vergangenheit der Stadt Linz thematisiert, sei es durch die Ausstellung im Schlossmuseum (die ja auch durchaus unterschiedlich aufgenommen wird) oder durch Projekte wie “In Situ” oder “Unter uns” (eine Kurzbeschreibung der Projekte gibt es auch unter fm4.orf.at).

In den OÖ. Nachrichten vom 25. März 2009 stellt Roman Sandgruber, Universitätsprofessor für Wirtschafts- und Sozialgeschichte an der JKU Linz, nunmehr die im Titel zitierte Frage, ob Linz eine Nazi-Stadt sei. Durch die Art der Thematisierung der eigenen Geschichte würde sich in der internationalen Aufmerksamkeit das Bild als “Kulturhauptstadt des Führers” und als “Nazi-Stadt” verfestigen, schreibt er in seinem Kommentar. Wie soll man also damit umgehen, dass Linz eine Nationalsozialistische Vergangenheit hat? Übertreibt es Linz mit der Nazi-Zeit? Continue reading

50. Gemeinderatssitzung – Die Tagesordnung

Der Linzer Gemeinderat tritt am 12. März zu seiner 50. Sitzung der laufenden Periode zusammen. Heute ist die Tagesordnung in meiner Mailbox gelandet. Die für mich interessantesten Tagesordnungspunkte (also vor allem jene, bei denen es sich um die Themen Kultur und Jugend dreht) möchte ich kurz näher erläutern: Continue reading

Kulturentwicklungsplan: Bitte warten…

Im Jahr 2000 hat der Gemeinderat einstimmig den Kulturentwicklungsplan (KEP), der Leitlinien, Prioritäten und Rahmenbedingungen für die Kulturpolitik der Stadt Linz festlegt, beschlossen. Um einen kritischen Blick auf die bis dato erfolgte Umsetzung der im KEP definierten Ziele zu erhalten haben wir im Oktober 2007 einen Antrag auf Evaluierung des KEP gestellt (vgl. Presseunterlage, PDF). Aufbauend auf diese Ergebnisse sollte eine Überarbeitung vorgenommen werden. Unserem Antrag zufolge hätten sowohl die Evaluierung als auch die Neufassung in einem möglichst breiten Prozess gemeinsam mit interessierten KünstlerInnen, Kulturschaffenden, ExpertInnen, BürgerInnen und PolitikerInnen stattfinden sollen.

Der Antrag wurde im Oktober 2007 dem Kulturausschuss zugewiesen. Seither sind 16 Monate und 6 Sitzungen des Kulturausschusses vergangen, viel mehr als ein Konzept, das für die Evaluierung Kosten von mehr als 600.000 Euro (!) vorgesehen hätte, hat dabei noch nicht herausgeschaut (vgl. OÖN vom 11.4.2008). In der kommenden Gemeinderatssitzung stellen wir daher den Antrag, dass der Kulturreferent Dr. Watzl bis Mai einen Zwischenbericht über die bisher erfolgten Umsetzungsschritte der Evaluierung und Neufassung vorlegen soll. Vielleicht bringt das wieder Schwung in die Sache…